Die Raupe und der Schmetterling

(Der Palliativ-Station 31 Nordhorn gewidmet.)
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Ach Raupe, bist Du nicht satt?
Hast Dich durchgefressen,
Von Blatt zu Blatt.

Von Baum zu Baum
Dich durchgenagt.
Voll gefressen!

Und Nu?! Wirst Dich verpuppen!
Was passiert mit meinem Körper?
Werd ich zum Drachen?

Werd ich selbst gefressen?
Als Falter wiedergeboren?
Ein Schmetterling soll’s sein!

Bin ich dann schön oder hässlich?
Werd ich zum Nachfalter oder Admiral?
Letztendlich ist es egal!

Wiedergeboren, neu entfaltet,
Im Sonnenschein die Flügel
Aufgefächert!

Von Blume zu Blume,
Am liebsten zur Lavendelblüte,
Durch die Lüfte getragen.

Federleicht der Flug,
Durch die Natur geflogen,
In das Paradies hinein.

Wer bin ich?
Wo komm‘ ich her?
Wo flieg ich hin?

In die Welt der Träume
– Und des Seins –
Der Schmetterling sich wiederfindet!

Wohin des Weges?
Einen Ort zu finden,
Die Eierlarven abzulegen!

Damit die Leichtigkeit des Seins
Zum immer wiederkehrendem
Wunder wird!!

© 2018, Tobias Sauerwald, Nordhorn, den 15.01.2018

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